Der Trick, wenn der Hund nicht will

Die Messe "Hund 2010" im Februar war eine ausserordentlich lehrreiche Ausstellung. Einer der ganz grossen Momente in der Hundeausbildung stellte für unser Standpersonal diese Hundehalterin dar. Der Hund wollte zuerst gar nicht über den Balanciersteg gehen. Nach zwei Versuchen wurde die Übung abgebrochen. Dann stellte sich die Hundebesitzerin breitbeinig vor den Hundesteg. Wir alle dachten: „Was soll das nun werden?“ Kurzerhand wurde der Hund an die Leine genommen. Sie zog den Hund leicht an der Leine zwischen ihre Beine. Und zwar musste der Hund von hinten zwischen ihre Beine stehen. Somit stand der Hund nun direkt zwischen ihren Beinen vor dem Balanciersteg. Die Leine wurde losgelassen. Nun lief die Halterin lansam nach vorne und der Hund folgte Ihr zwischen den Beinen. Ohne irgendwelche Anstalten lief der Hund zwischen ihren Beinen über den Balanciersteg.

 

Wir waren echt baff am Stand. Das ganze sah so spielerisch einfach aus. Ohne Zwang, ohne Leckerli und ohne Gezäukel des Hundes war das alles in einer natürlichen und harmonischen Situation abgelaufen. Für uns am Stand war klar. Diese Frau war ein echtes Highlight am Messestand. Meine Bewunderung für ihr Können und die ruhige Handhabung des Hundes hatte sie sofort gewonnen. Wir kennen sie nicht aber eines muss man sagen. Chapeau!

Am nächsten Tag war dann eine Dame am Messestand, welche lange Zeit versuchte ihren Hund in den Ballpool zu locken. Doch es gelang ihr nicht. Leckerlis und zurufen nutzten nichts. Der Hund wollte nicht. Sie teilte uns mit, dass ihr Hund noch nie in einem Ballpool war. Selbst gute Hundezüchter und Trainer hätten es noch nie geschafft, dass der Hund in einen Ballpool ginge. Er hätte offenbar eine Ballpoolphobie.

Natürlich dachte ich an meine Heldin punkto Hundetraining auf dem Balanciersteg vom Vortag. Ich habe der Dame erklärt wie man das machen sollte. Denn das angeeignete Wissen wollten wir ja 1:1 weitergeben. Sehr skeptisch wurden unsere Hinweise entgegengenommen. Der Hund wurde angeleint, von hinten zwischen die Beine genommen und dann watschelten beide über den Einstiegsbereich des Welpenballpools Richtung Bälle. Der Hund folgte der Besitzerin zwischen den Beinen ganz natürlich und spielte nun zum ersten Mal in seinem Hundeleben mit Bällen.

Die Dame war völlig ausser sich. Dieser Trick funktionierte. Sie war echt fassungslos und den Tränen vor Freude nahe. Ihr Hund hatte die angebliche Ballpoolphobie hinter sich. Als sie mit uns über ihre Emotionen zu diesem Erfolg sprach, lief der Hund sogar alleine nochmals in den Pool. Probieren Sie es aus, es funktioniert. Wenn nicht das erste Mal, dann ruhig weiterüben. Es hilft.

 
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